Evangelisch-Theologische Fakultät
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Hinweise zur formalen Gestaltung von wissenschaftlichen Arbeiten

Basierend auf einem Merkblatt von Prof. Dr. Harry Oelke / Lehrstuhl KG II, Stand Juli 2010.

Es handelt sich hier lediglich um Hinweise und Vorschläge, keinesfalls um verbindliche Vorschriften!

Titelblatt

Oben: Leiterin bzw. Leiter und Titel der Veranstaltung, Angabe des Semesters
Mitte: Thema der Arbeit
Unten: Name, Anschrift, Semesterzahl, Telefonnummer und Emailadresse der Verfasserin bzw. des Verfassers

Inhaltsverzeichnis

Jede Arbeit enthält als Inhaltsverzeichnis eine Gliederung mit Seitenangaben. Das Gliederungsprinzip muss durchgängig und einheitlich sein: wenn A, dann B und C etc.; wenn I, dann II und III etc.; wenn 1.1, dann 1.2 etc.
Alle Gliederungspunkte erscheinenunverändert an der entsprechenden Stelle im Text, und zwar in derselben Formulierung, in der sich auch im Inhaltsverzeichnis stehen.

Text

Der Text muss ohne Anmerkungen verständlich sein. Er ist auf sprachliche und grammatische Korrektheit zu prüfen, maßgebend sind die Richtlinien für den Schriftsatz in der aktuellen Ausgabe des Duden für die deutsche Rechtschreibung.
Eine präzise Ausdrucksweise wird erwartet.

Anmerkungen

Die Anmerkungen sind durchgehend zu nummerieren. Sie können am Ende der Arbeit zusammengefasst oder als Fußnoten unten auf die Seite gesetzt werden. In die Anmerkungen gehört der Fundort des im Text angeführten Zitats mit der genauen Seitenangabe, darüber hinaus der Nachweis der für einen Argumentationszusammenhang ggf. herangezogenen Sekundärliteratur. In Einzelfällen (!) können auch weitere wichtige in der Sekundärliteratur gemachte Beobachtungen zum behandelten Themenaspekt kurz vermerkt oder diskutiert werden.
Der Text jeder Anmerkung beginnt mit einem Großbuchstaben und endet mit einem Punkt.

Zitation

Wörtliche oder sinngemäße Übernahmen aus der Literatur sind nachzuweisen.

Beim ersten Zitat einer Publikation ist die komplette bibliographische Angabe erforderlich. Bei weiteren Zitaten genügt eine Kurzform des Titels. Die Kurztitelbildung muss eindeutig sein und ist auf verschiedene Weisen möglich (z.B.: Verfasser, zentrales Titelsubstantiv oder Verfasser [Publikationsjahr]). Eine einmal gewählte Form der Kurztitelbildung hat dann für die ganze Arbeit Gültigkeit.

Bei lediglich sinngemäßen Zitaten steht Vgl. vor der entsprechenden Angabe. Längere inhaltliche Ausführungen sollen als Exkurse ausgearbeitet und in den Text aufgenommen oder gestrichen werden.

Ein Zitat muss exakt wiedergegeben werden. Es steht in „   “. Auslassungen sind durch [...] zu kennzeichnen. Hervorhebungen des Originals sind kenntlich zu machen. Anführungszeichen der zitierten Vorlage sind durch ‚   ‘ wiederzugeben. Sprachlich notwendige Ergänzungen oder Hinzufügungen der Verfasserin bzw. des Verfassers der wissenschaftlichen Arbeit stehen in [   ].

Zitate dürfen die Vorlage nicht entstellt wiedergeben. Zitate aus Quellenwerken und Sekundärliteratur sind grundsätzlich aus dem zitierten Werk selbst zu erheben (bei Quellen in der Originalsprache). Ist das entsprechende Werk in der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit in den örtlichen Bibliotheken nicht beschaffbar, darf das Zitat ausnahmsweise aus der Sekundärliteratur entnommen werden, in der es selbst zitiert wird. In der Anmerkung folgt in diesem Fall auf den Stellenhinweis der Primärstelle zit. nach und die das Sekundärwerk betreffende Angabe.

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis enthält alle (und nur die) Publikationen, die in der Arbeit zitiert und angeführt werden. Es empfiehlt sich eine Untergliederung in Quellen/Textausgaben, Hilfsmittel und Sekundärliteratur. Innerhalb des Literaturverzeichnisses bzw. in dessen Untergliederungen ist die alphabetische Reihenfolge (nach dem Namen der Verfasserinnen bzw. Verfasser) einzuhalten. Zumindest der erste Vorname der Verfasserinnen bzw. Verfasser sind auszuschreiben.

Die Titel werden nicht abgekürzt. Erscheint das Buch in einer Reihe, ist diese anzugeben. Ist ein Werk als Nachdruck vorhanden, so ist dies anzgeben; der ursprüngliche Erscheinungsort und das ursprüngliche Erscheinungsjahr sind zu nennen.

Abkürzungen von Monographiereihen oder von Zeitschriften sowie von antiken biblischen und jüdischen Quellen erfolgen beispielsweise nach dem Abkürzungsverzeichnis von:
Schwertner, Siegfried M., IATG2, Internationales Abkürzungsverzeichnis für Theologie und Grenzgebiete, 2. überarbeitete Auflage. Berlin/New York 1992.
Antike pagane Quellen sind zu zitieren nach dem Abkürzungsverzeichnis bei
Der kleine Pauly I, XXI-XXVI.

Beispiele

1. Quellen/Textausgaben (in Originalsprache und Übersetzungen)

  • Josephus, Jewish Antiquities, Books XII-XIV, with an English Translation by Ralph Marcus, Works in Nine Volumes 7, Loeb Classical Library, London 1986.
  • Aland, Kurt (Ed.), Synopsis Quattuor Evangeliorum. Locis parallelis evangeliorum apocryphorum et patrum adhibitis, Stuttgart 131986.

2. Wörterbücher

  • Gesenius, Wilhelm, Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, bearb. v. Frants Buhl, Nachdr. d. 17. Auflage o.O. 1915, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962.

3. Monographien

Verfasser, Titel. Untertitel (Reihe Band), Ort AuflageJahr.

  • Schmidt, Werner H., Einführung in das Alte Testament,
    Berlin/New York 21982.
  • Schottroff, Luise/Sölle, Dorothee, Hannas Aufbruch. Aus der Arbeit feministischer Befreiungstheologie. Bibelarbeiten, Meditationen, Gebete (Gütersloher Taschenbücher Siebenstern 498), Gütersloh 1990.

4. Aufsätze

a) in Zeitschriften:

Verfasser, Titel. Untertitel, in: abgek. Zeitschrift Jahrgang (Jahr), Seiten.

  • Brecht, Martin, Das gestohlene Manuskript von Luthers Fastenpostille, in: LuJ 59 (1992), 118-127.

b) in Sammelbänden:

Verfasser, Titel. Untertitel, in: Herausgeber, Titel. Untertitel (Reihe Band), Ort AuflageJahr, Seiten.

  • Ebeling, Gerhard, Der kontroverse Grund der Freiheit. Zum Gegensatz von Lutherenthusiasmus und Lutherfremdheit in der Neuzeit, in: Moeller, Bernd (Hg.), Luther in der Neuzeit. Wissenschaftliches Symposion des Vereins für Reformationsgeschichte (SVRG 192), Gütersloh 1983, 9-34.

5. Lexikonartikel

Verfasser, Art. Titel, in: LexikonsigelAuflage Band (Jahr), Seiten/Spalten.

  • Pannenberg, Wolfhart, Art. Dialektische Theologie, in: RGG3 2 (1958), 168-174.
  • Thyen, Hartwig, Art. Johannesevangelium, in: TRE 17 (1988), 200-225.

6. Elektronische Medien

Hier gibt es noch wenig Regeln, jedoch muss auch hier eine Nachvollziehbarkeit der Angabe gewährleistet sein. Existieren sowohl gedruckte als auch elektronische Versionen (z.B. CD-ROM), ist die gedruckte Fassung zu zitieren und im Literaturverzeichnis anzugeben. Die Art des elektronischen Mediums ist anzugeben, also CD-ROM (dann auch Herausgeber, Verlag und Erscheinungsjahr), PDF-Dokument, Word-Dokument, WWW-Dokument (dann auch Fundstelle und -datum im Internet) etc. Bei der Angabe von URLs darf bei einem Trennungsumbruch kein Trennungszeichen verwendet werden.

Verfasser, Titel. Untertitel, Erscheinungsdatum/-jahr (Art des Dokuments Ort/URL), abgerufen am Datum des Zugriffs, Seiten.

  • Batman, George W., Fledermäuse in der Bekämpfung des organisierten Verbrechens. Vortrag vor der Hohen Bürgerschaft von Gotham City, 2004 (PDF-Dokument http://batman.org/stuss/gipsnich.pdf), abgerufen am 1.4.2004.

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