Evangelisch-Theologische Fakultät
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Neuer Vorsitzender der evang. Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Zeitgeschichte

München als zentraler Standort für die Zeitgeschichtsforschung in Deutschland weiter gestärkt

29.07.2004

Der Münchner Kirchenhistoriker Harry Oelke ist vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf seiner Sitzung am 2./3. Juli 2004 zum neuen Vorsitzenden der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte berufen worden. Oelke ist Ordinarius für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München. Von Oelke liegen zahlreiche Publikationen zur Kirchlichen Zeitgeschichte vor, darunter eine grundlegende Studie zum ehemaligen hannoverschen Landesbischof Hanns Lilje (Hanns Lilje, Ein Lutheraner in der Weimarer Republik und im Kirchenkampf, Stuttgart 1999). Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Kölner Kirchenhistoriker Siegfried Hermle berufen. In die neue Kommission, die zusammen mit dem Rat der EKD 6 Jahre amtieren wird, wurden 12 renommierte Wissenschaftler/innen berufen.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte wurde im Jahr 1955 vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als Kommission für die Geschichte des Kirchenkampfes in der nationalsozialistischen Zeit gegründet. Bis heute hat sich der Forschungszeitraum bis in die jüngste Vergangenheit hinein erweitert. Von der Arbeitsgemeinschaft gehen werden grundlegende Projekte der kirchlichen Zeitgeschichtsforschung durchgeführt. Die Publikationsreihe „Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte" mit Ihren Monographien und Quelleneditionen gehört zu den publizistischen Marksteinen der kirchlichen und allgemeinen Zeitgeschichtsforschung in Deutschland. Es gehört zu Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft, die Forschungsperspektive zukünftig mit Blick auf die Rolle des Protestantismus in den sozialen Bewegungen der 60er und 70er Jahre und deren Rückwirkungen auf Kirche und Theologie in dieser Zeit zu öffnen.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte und der Vorsitz sind im Kontext der Ludwig-Maximilians-Universität München angesiedelt. Durch das ebenfalls in München ansässige Institut für Zeitgeschichte sowie das historische Seminar der Universität München mit seiner bedeutenden Abteilung für neueste Geschichte und Zeitgeschichte ist der Standort München für Zeitgeschichtsforschung nunmehr nachhaltig gestärkt. München bildet in dieser Konstellation das Zentrum der Zeitgeschichtsforschung in Deutschland.