Evangelisch-Theologische Fakultät
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DFG bewilligt Forschergruppe zum Protestantismus in der Bundesrepublik

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat am 6. Dezember die Forschergruppe „Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989“ eingerichtet. Die Antragsteller sind Theologen, Historiker, Rechtswissenschaftler und Politikwissenschaftler aus Göttingen und München. Sprecher ist Prof. Dr. Christian Albrecht, stellvertretender Sprecher ist Prof. Dr. Reiner Anselm, Lehrstuhl für Systematische Theologie mit Schwerpunkt Ethik der GAU Göttingen.

10.12.2012

Kontroversen um Wiederbewaffnung, Wirtschaftsordnung und Sozialstaat, Ehe- und Familienbilder, Ökologie und Frieden entfachten in der „alten“ Bundesrepublik zwischen 1949 und 1989 ethische Kontroversen. Diese Debatten trugen zugleich maßgeblich zur Prägung der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft bei. Die Forschergruppe fragt nach der Rolle der Protestantismus in diesen ethischen Debatten der Bonner Republik. Welchen Einfluss hatte er? Auf welche Weise, durch welche Institutionen und durch welche Akteure hat sich dieser Einfluss manifestiert? Welche Rückwirkungen auf Gestalt und Selbstverständnis der Protestantismus haben diese Debatten gehabt?

Das Forschungsprojekt strebt die interdisziplinäre Erschließung des protestantischen Beitrags zu den ethischen Debatten zwischen 1949 und 1989 als Beitrag zu einer gesellschaftspolitisch informierten Religionsgeschichte der alten Bundesrepublik an. Im Hintergrund steht zugleich die Frage nach den Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Zeit nach der Wiedervereinigung.